Hallo liebe Leser/Versehentlich-hier-drauf-geklickt-Haber!
Normalerweise spare ich mir große Worte, aber ich denke, in diesem Fall sind ein paar erklärende Ausführungen nicht nur hilfreich, sondern auch notwendig.
Im Rahmen eines meiner Kurse habe ich mich mit den Sonetten (ihr wisst schon, die Dinger mit den 14 Zeilen, dem strikten Reimschema und dem jambischen Pentameter) von Robert Frost auseinander gesetzt. Aufgabe war, ein Werk unserer Wahl zu übersetzen. Ich empfand es persönlich als Herausforderung, mich den formalen Einschränkungen des Sonetts zu stellen. Rein experimentell versuchte ich in einer Erstfassung, Reimschema und Metrik zu erhalten, mit – meines Erachtens – fatalen Verlusten inhaltlicher und poetischer Natur. Ein zweiter Versuch verzichtete auf metrische Genauigkeit und brach mit dem vorgeschriebenen Reimschema, war aber wiederum bemüht, die Kernaussage des Sonetts zu erhalten.
Lange Rede, kurzer Sinn – mich interessiert, was ihr von beiden Versionen haltet. Darum möchte ich hier gern – natürlich inklusive des Originals – beide Varianten in gewissem Abstand zueinander posten.
Meinungen sind entsprechend gern gesehen und keine Sorge, ich breche nicht in Tränen aus, wenn dieses Machwerk keine Sternchen zieren ;) Ich möchte nur, bevor die faulen Tomaten geflogen kommen, darauf hinweisen, dass es so ziemlich die nervtötendste Aufgabe der Welt ist, Pentameter und Reime zu erhalten. Jeder, der es selbst schon einmal versucht hat, weiß, was ich meine.
Und nun genug der ellenlangen Vorrede…kommen wir zum Wesentlichen...
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