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*~Auf dem Heimweg~*
Der Film im Kino, den er sich nun schon sicher zum hundertsten Mal angesehen hatte vermochte ihn heute nicht aufzuheitern. Leise seufzend machte er sich also auf den Weg nach Hause.
Nach Hause! Wie eigentümlich war doch dieser Worte Klang! So vertraut und zugleich so anders, war doch ein völlig anderer Ort damit gemeint als es dieser hier war, und doch stand er auf heimischer Erde.
Fröstelnd zog er seine Jacke enger um sich. Kalt war es draußen, der Winter hielt Einzug im Land.
Wie schön waren doch die Winter früher gewesen! Früher, in einer Zeit, die für den Großteil der Menschen nicht existierte. Und doch hatte es diese Zeiten gegeben. Schwierige Zeiten, düstere Zeiten wo das Licht, die Freude, die Glückseligkeit nicht so leicht zu finden war wie heute.
Natürlich, auch heute gab es Probleme, doch sie waren gänzlich anderer Natur und nur ein Tor hätte sie als vermeintlich leicht zu beseitigen bezeichnet. Die Menschen hatten sie sich selbst geschaffen aber lösen konnten sie sie nicht.
Sie bekämpften einander, sie bedrohten einander und sie trachteten einander nach dem Leben.
Er konnte es nicht verstehen, sie alle die sich Menschen nannten verstanden es doch nicht einmal selbst!
Es gab keine finsteren Mächte mehr, wozu also wurden denn noch Kriege geführt? Wozu zerstörten sie sich gegenseitig den Boden auf dem sie lebten?
Er fand keine Antwort darauf, wieder einmal. Wie oft schon hatte er sich an diesen Fragen den Kopf gestoßen ohne auch nur den Schimmer einer Lösung zu finden?
Er wusste es nicht mehr, hatte er doch vor langer Zeit zu zählen aufgehört.
Ach, was waren das früher noch für Zeiten gewesen...
Nur noch ein einziges Mal würde er dem Waldweg folgen wollen, zur Winterszeit, wenn die Welt tief verschneit und magisch anmutend vor ihm lag. Nur noch einmal all diesem Kram und den Ärgernissen die dieses Leben mit sich brachte entfliehen und in dieser Welt leben, als sie noch nicht „modern" genannt wurde...
Sanft hatte ihn die ach nun schon so alte Erinnerung eingefangen. Seine Heimat erblühte vor seinem inneren Auge in ihrem alten Glanz, die Abenteuer die er schon erlebt hatte zogen vorbei als er noch zusammen mit seinen einzig wahren Freunden für die Gerechtigkeit eingestanden hatte.
Ja, noch einmal wollte er dies erleben, es wäre sein sehnlichster Wunsch.
Kinderlachen, hell wie Glockenklang drang an sein Ohr. Herausgerissen aus seinen Erinnerungen drehte er sich um und lächelte, als er sah, was sich ihm bot: Sie bauten den ersten Schneemann des Winters!
Sinnend hob er den Kopf und blickte gen Himmel, sein Herz war nun nicht mehr ganz so schwer, seine Seele nicht mehr so furchtbar betrübt als wie zuvor, wenngleich sein Wunsch wie Feuer brannte.
Zwischen zwei dicken Schneewolken zog eine Sternschnuppe vorbei, gerade so, als hätte sie darauf gewartet, den sehnlichsten Wunsch des letzten Elben mit auf ihre Reise zu nehmen.
*~Ende~*
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Meine wunderschöne Urkunde:
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Vielen, vielen Dank!!!
Eure Jade
